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	<title>Stiftung &#34;Wir für Kinder in Not&#34;</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 22:29:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franziska</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/12/PICT2138.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-734" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/12/PICT2138-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Letzte Post aus Indien &#8211; Montag 12.09.2011</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 20:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Fr. Heinrigs Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freunde und Bekannte, Inzwischen ist Dienstag, 13.09. Heute Morgen bin ich um 07.40 in Frankfurt-Flughafen gelandet. Der Flug war ruhig und ohne Zwischenfälle. Hier kommt mein letzter Bericht vom letzten Tag in Indien. Der Tag in Poona begann mit &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=686">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freunde und Bekannte,</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Sonnenaufgang_ueber_den_Wolken.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-695" title="Sonnenaufgang_ueber_den_Wolken" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Sonnenaufgang_ueber_den_Wolken-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Inzwischen ist Dienstag, 13.09. Heute Morgen bin ich um 07.40 in Frankfurt-Flughafen gelandet. Der Flug war ruhig und ohne Zwischenfälle.</p>
<p>Hier kommt mein letzter Bericht vom letzten Tag in Indien. Der Tag in Poona begann mit der Messe um 6.45 Uhr, danach gab es Frühstück, und Sr. Veena bereitete das Picknick für den Tag vor. Um 8.30 Uhr wurde das Auto gepackt, und dann ging es los. Dass Bombay/Mumbai nur <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Regen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-693" title="Mumbai_Regen" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Regen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>180 km entfernt ist, war eine Täuschung, denn wir waren viele Stunden unterwegs. Der Weg durch die Großstadt endet nicht, der Straßenverkehr ist laut und aufregend. Meist sind die Straßen vierspurig, werden aber fünfspurig befahren. Es geht immer um Millimeter, und es gilt das Recht des Stärkeren. Bisher hatte ich wenige europäische Autos gesehen, das war in Mumbai anders. Hier fuhren Mercedes, BMW, Audi, Fiat, Skoda zuhauf, aber auch Suzuki und Hyundai und das indische Fabrikat Tata.<span id="more-686"></span></p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Hochhaus_02.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-691" title="Mumbai_Hochhaus_02" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Hochhaus_02-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Gebaut wird auf jedem freien Flecken. Die Hochhäuser strecken sich wie Finger in den Himmel, haben ganz wenig Grundriss. Besonders gut gefiel mir die orientalische Architektur, aber auch die alten Gebäude aus dem Viktorianischen Zeitalter beeindruckten mich. Unsere geplante Schiff-Fahrt zum Elefantencave auf einer Insel strichen wir von unserem Programm. Erstens hat es viel geregnet, und zweitens wären wir drei Stunden unterwegs gewesen. Einen kleinen Snack nahmen wir in einem Restaurant ein. Vor dem Essen wurde ein Glas Wasser serviert, und nach dem Essen gab es zunächst für jeden eine kleine Schale heißes Wasser mit einem Stück Zitrone zum Händewaschen, vor allem für jene, die mit der rechten Hand essen. Danach wurde ein Schüsselchen mit kleinen gezuckerten Anisstückchen gereicht. Sie erinnerten mich an meine Kindheit. Bei meinen Großeltern gab es sie mit rosa und weißem Zuckerguss als Brotaufstrich. Seitdem hatte ich sie nicht mehr gegessen.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Meeresbucht.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-692" title="Mumbai_Meeresbucht" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Meeresbucht-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Anschließend gab es ein Picknick mit Blick auf die Bucht. Vorne lagen kleine Fischerboote und am Horizont konnte man die Ozeanriesen vor Anker liegen sehen.</p>
<p>Ein Stückchen weiter lag das „Gate of India“, ein beliebter Ausflugsort. Trotz Montag wimmelte es nur so von Menschen und vor allem fliegenden Händlern. Die einen boten Fotos an, die sie in einem kleinen Kasten ausdrucken, die anderen Spielzeug, Eis, Mais, Riesenluftballons. Wir mussten immer wieder abwehren. Dem Gate gegenüber liegt das grandiose Taj-Hotel. Trotz des grauen Wetters machten wir unsere Fotos.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Taj_Hotel.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-694" title="Mumbai_Taj_Hotel" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Taj_Hotel-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a></p>
<p>Während wir unseren Nachtisch (Apfel und Orange) im Auto aßen, bekam unser Fahrer ein Protokoll, weil er in der zweiten Reihe geparkt hatte. Nachdem er 60 Rupies bezahlt hatte, durfte er dort stehen bleiben.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Gate_of_India.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-689" title="Mumbai_Gate_of_India" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mumbai_Gate_of_India-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a>Vom Gate aus fuhren wir wieder eine Stunde durch die Stadt und landeten bei den Canossian Sisters, einer aus Italien stammenden Gemeinschaft. Ich bekam ein prächtiges Zimmer, um zwei Stunden zu schlafen – deshalb bin ich jetzt so wach, obwohl es 00.05 Uhr ist. Zwei der Johannesschwestern wohnen in diesem Konvent, weil sie in Bombay ihre Ausbildung machen. Und dann wurden wir noch zum Abendessen eingeladen. Die Schwestern, vor allem eine Reihe älterer Damen, waren sehr lieb zu uns und wünschten mir schließlich einen guten Flug.</p>
<p>Die Fahrt zum Flughafen im dicksten Verkehr nannte Sr. Veena eine Himmelfahrt, für mich war es die schlimmste Fahrt in Indien. Es war 21 Uhr und stockdunkel. Ich war anschließend nassgeschwitzt.</p>
<p>Nach dem Abschied von Sr. Veena und Sr. Shital, die heute mit uns unterwegs war, damit Sr. Veena am Abend nicht alleine nach Pune zurückfahren musste, blieb ich am Eingang hängen, weil der Sicherheitsbeamte mit meinem Ticket nicht zurechtkam, er gab es einer Kollegin weiter, die meinen Namen in der Passagierliste suchte und mich bat mitzusuchen. Dabei stellte ich fest, dass die Seite mit den Buchstaben D-J fehlte, kein Wunder. Dann durfte ich schließlich eintreten, wurde sogar zum Gate geführt. Ein junger Flughafenbeamter warf seinen PC an, um mich zu bedienen. Als ich las, dass mein Koffer 26 kg wog, hielt ich die Luft an, was passieren würde, aber er ging durch. Bei der Sicherheitskontrolle gab es auch keine Probleme, so dass ich jetzt vor meinem Gate 7 sitze. Es ist 00.15 Uhr Ortzeit, um 2.30 Uhr wird das Flugzeug bestiegen.</p>
<p>Damit endet mein letzter Bericht und eine wunderbare Reise nach Indien. Herzlichen Dank allen, die mich mit guten Gedanken und ihren Gebeten begleitet haben, das hat bestimmt viel geholfen, ohne gesundheitliche Einschränkungen die vierzehn Tage erlebt zu haben.</p>
<p>Der größte Dank gilt natürlich Sr. Veena, die mich nicht nur immer begleitet hat, obwohl sie selbst auch viel zu tun hatte. Sie hat unermüdlich darauf geachtet, dass ich das Richtige zu essen bekomme und immer eine Pause einlegen konnte. Sehr beeindruckt haben mich immer ihre Worte an die Schüler, Lehrer und Schwestern, die wegweisend waren und aus der aktuellen Situation gesprochen wurden. Bewundern konnte ich immer, wie schnell sie Situationen erfasst und erkennt, ohne viel oder überhaupt darüber zu sprechen.</p>
<p>Ich habe vor, den einen oder anderen Vortrag über meine Reise zu halten, das teile ich mit, sobald ich mit Fotos, Film etc. fertig bin.</p>
<p>Viele liebe Grüße</p>
<p>Susanne Heinrigs</p>
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		<title>Post aus Indien &#8211; Sonntag, 11. September 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 08:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Fr. Heinrigs Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Sonntag, 11. September 2011 Seit gestern Abend sind wir im Noviziatshaus in Poona, wo sich 23 junge Mädchen ab 16 Jahren auf das Ordensleben vorbereiten und ihre Ausbildung fortsetzen. Fünf von ihnen wurden von unserem Patenkinderprogramm unterstützt. Wir &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=645">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist Sonntag, 11. September 2011</p>
<p>Seit gestern Abend sind  wir im Noviziatshaus in Poona, wo sich 23 junge Mädchen ab 16 Jahren auf  das Ordensleben vorbereiten und ihre Ausbildung fortsetzen. Fünf von  ihnen wurden von unserem Patenkinderprogramm unterstützt.<span id="more-645"></span></p>
<p>Wir  haben heute „Hausarrest“, weil in Indien, also auch in Poona, der  Abschluss des zwei Wochen dauernden Festivals beendet wird und für 14  Stellen Attentate angekündigt worden sind. Das bietet mir die  Gelegenheit, meine Berichte fortzusetzen. Zunächst habe ich ein paar  Fotos der letzten Tage aus Fotoapparat und Handy zusammengestellt. Ich  bin Herrn Nippes sehr dankbar, dass er sie immer weiterleitet, wenn er  sie bekommt.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Unser-Jeep-259.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-668" title="Unser Jeep 259" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Unser-Jeep-259-1024x575.jpg" alt="" width="640" height="359" /></a></p>
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		<title>Post aus Indien &#8211; Samstag, 10. September 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 16:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fr. Heinrigs Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hieß es, von Mhasala Abschied zu nehmen, was allen nicht leicht fiel. Nach der Messe um 7.30 Uhr – heute war der Pater mit einem Motorrad gekommen – habe ich zunächst die Waterlilies fotografiert, die weit offen waren. Dann &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=671">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hieß es, von Mhasala Abschied zu nehmen, was allen nicht leicht fiel. Nach der Messe um 7.30 Uhr – heute war der Pater mit einem Motorrad gekommen – habe ich zunächst die Waterlilies fotografiert, die weit offen waren. Dann gab es ein Gruppenfoto mit den Schwestern.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mahsala-Waterlilie-01-253.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-666" title="Mahsala Waterlilie 01 253" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mahsala-Waterlilie-01-253-1024x575.jpg" alt="" width="640" height="359" /></a><span id="more-671"></span>Als wir nach dem Frühstück ins Auto einsteigen wollten, stand eine Schülergruppe von der benachbarten Schule in gelben, roten, blauen und grünen Trainingsanzügen vor uns und hatte ganz viele Fragen an mich. So gab es einen Abschied mit vielen Winkenden. Auch mir fiel er nach den zweimal drei Tagen, die ich dort gewohnt hatte, nicht leicht. Es war immerhin mein Stammquartier. Ich war verwöhnt worden, wie Sie es sich nicht vorstellen können: keinen Teller durfte ich anfassen, das Essen wanderte von allen Seiten auf meinen Teller, meine Wäsche wurde gewaschen und gebügelt…</p>
<p>Mit Romanus, unserem Fahrer, ging es  anderthalb Stunden nach Nagpur. In Poona habe ich bei den Aspirantinnen seine älteste Tochter getroffen.</p>
<p>Nagpur ist eine Großstadt, wir kehrten zunächst nach Prem Daan zurück, wo wir auch die erste Nacht verbracht hatten, dann ging es einkaufen. Jetzt erlebte ich zum ersten Mal den Lärm, die verpestete Luft, die vielen Autos, Räder und Menschen der Großstadt, die Bordsteine sind ganz hoch und man steigt ständig von oben nach unten, dazwischen gilt es Löcher und Unebenheiten zu überwinden. Wir waren in einem Sariladen und kauften Stoffe u.a. und dann kauften wir in einer Buchhandlung der Paulusschwestern ein, die es in Frankfurt auch gibt.</p>
<p>Nach dem Essen und der Mittagruhe (3 Std.) fuhren wir noch einmal in die Stadt, und dann hieß es, Gepäck bereithalten für die Abreise. Vorher gab es noch Abendbrot, denn wir hatten noch einen langen Abend vor uns.</p>
<p>Auf dem Flughafen fiel ich bei der Sicherheitskontrolle des Handgepäcks auf: Ich hatte tatsächlich ein Minitaschenmesser und meine Nagelschere im Rucksack. Alles wurde eingezogen, leider, denn das kleine Taschenmesser war ein Geschenk meines Bruders.</p>
<p>Nach etwa einer Stunde Wartezeit wurde unser Flug aufgerufen. Um 22 Uhr starteten wir als letzter Flug. Mit dem Bus ging es zu einem Airbus 320, wo wir im Zickzack über eine schräge Ebene ins Flugzeug stiegen. Diesmal war viel Beinfreiheit vorhanden, mehr als bei der Lufthansa auf dem Hinflug. Der Flug sollte mehr als eine Stunde dauern, aber nach etwas mehr als einer halben Stunde landeten wir in Poona (Pune), 22° warm. Dort erwarteten uns zwei Schwestern mit Chauffeur und Auto, in dessen Kofferraum gerade mein großer Koffer passte, die beiden Bordcases hatten die Schwestern auf dem Schoß. Nach 30 Minuten Fahrt durch die Dunkelheit kamen wir im Noviziatshaus an, dort planten wir mit dem Chauffeur die drei Stunden mit Ausflugsorten nach Mumbai am Montag. Gegen 1 Uhr lagen alle im Bett.</p>
<p>Sonntag, 11.09.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Festwagen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-674" title="Pune_Festwagen" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Festwagen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich durfte bis 8 Uhr schlafen, dann war Frühstück. Den Vormittag verbrachte ich zunächst am Schreibtisch, dann gingen wir vor das Hoftor und schauten uns den Umzug mit und für den Elefantengott an. Einige Fotos zeigen Musikgrupp<a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Musikinstrument.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-675" title="Pune_Musikinstrument" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Musikinstrument-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>en, den ohrenbetäubenden Lärm wollte ich mit der Filmkamera einfangen, aber die Kassette war gerade leer. So ist das, wenn man immer mit drei Aufnahmegeräten unterwegs ist. Diese Umzüge gibt es an vielen Stellen der Stadt. Es waren relativ wenige Leute auf der Straße, weil an 14 Stellen Bombenanschläge angekündigt waren, deshalb hatten auch wir „Hausarrest“. Die Polizei winkte al<a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Trommel.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-676" title="Pune_Trommel" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Trommel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>le Autos, die dem Umzug entgegenkamen, zurück, besonders spannend ein Kleinwagen, dem der Sprit ausgegangen war, er wurde in wechselnder Besetzung von einer Ecke in die andere geschoben. Aus dem gegenüberliegenden Krankenhaus kamen große Auto, die einfach durch den Zug fuhren, die Musikgruppen machten Platz zum Durchfahren. Nach dem Umzug war der PC wieder dran.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Filmvorfuehrung.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-677" title="Pune_Filmvorfuehrung" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Filmvorfuehrung-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Mittagessen mit den 23 Novizinnen, Kandidatinnen und Aspirantinnen wirkte noch etwas befremdet, aber das änderte sich im Laufe des Tages. Im Moment stehen die Mädchen neben mir und schauen sich auf dem Display den Film an, den ich von ihrer Vorführung gedreht habe. 20 Köpfe vor einem Minidisplay, aber sie haben viel Spaß dabei, sich tanzen zu sehen.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Kandidatin_und_ich.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-678" title="Pune_Kandidatin_und_ich" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_Kandidatin_und_ich-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a></p>
<p>Auch hier im Haus treffe ich auf fünf ehemalige Patenkinder.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_vor_dem_Haus.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-680" title="Pune_vor_dem_Haus" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Pune_vor_dem_Haus-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Das Programm begann um 16 Uhr und dauerte eine Stunde, diesmal musste ich wieder etwas anderes sagen als in Kindergärten und Schulen und schilderte den jungen Frauen die Situation der Kirche in Deutschland. Es ist wirklich bewegend, wie jung hier die Kirche ist. Selbst wenn ich mich wiederhole, habe ich heute wieder einige Vertreter dieser jungen Kirche kennen gelernt.</p>
<p>Ich staune immer wieder, wie die Mädchen ein makelloses Englisch sprechen. Sie machten mehrere sehr anspruchsvolle Sprechspiele zu ihrer Berufung, ihrer Zukunft und Pater Johannes Maria Haw.</p>
<p>Wunderbare Tänze aus verschiedenen Teilen Indiens machten uns wie immer viel Freude.</p>
<p>Die Messe fand vor einem ganz niedrigen Altar statt, der Jesuitenpater aus der Nachbarschaft saß auf einem kleinen Hocker und trug als Messgewand einen breiten Stoffschal um Hals und Schulter. Die Mädchen hatten den Gottesdienst sehr schön gestaltet.</p>
<p>Der Kelch, den die Priester konsekrieren, ist ganz klein, er steht in der Mitte der Hostienschale, so dass die Gläubigen dort die Hostie entnehmen und in den kleinen Kelch eintauchen.</p>
<p>Morgen geht es früh los, deshalb muss ich heute Abend wieder packen, umgepackt habe ich heute Morgen schon und manches hier gelassen (z.B. meinen Schirm).</p>
<p>Gott sei Dank ist heute nichts in Poona passiert, es gibt jetzt noch überall Musik und Feuerwerk – bis 12 Uhr.</p>
<p>Herzliche Grüße, die nächste und letzte Mail kommt von Mainz aus.</p>
<p>Susanne Heinrigs</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Taxi.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-681" title="Taxi" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Taxi-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a></p>
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		<title>Post aus Indien &#8211; Heute ist Saritag, 9. September</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 08:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fr. Heinrigs Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist Sonntag, 11. September 2011 Seit gestern Abend sind wir im Noviziatshaus in Poona, wo sich 23 junge Mädchen ab 15/16 Jahren auf das Ordensleben vorbereiten und ihre Ausbildung fortsetzen. Fünf von ihnen wurden von unserem Patenkinderprogramm unterstützt. Wir &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=643">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist Sonntag, 11. September 2011</p>
<p>Seit gestern Abend sind wir im Noviziatshaus in Poona, wo sich 23 junge Mädchen ab 15/16 Jahren auf das Ordensleben vorbereiten und ihre Ausbildung fortsetzen. Fünf von ihnen wurden von unserem Patenkinderprogramm unterstützt.</p>
<p>Wir haben heute „Hausarrest“, weil in Indien, also auch in Poona, der Abschluss des zwei Wochen dauernden Festivals beendet wird und für 14 Stellen Attentate angekündigt worden sind. Das bietet mir die Gelegenheit, meine Berichte fortzusetzen. Zunächst habe ich ein paar Fotos der letzten Tage aus Fotoapparat und Handy zusammengestellt. Ich bin Herrn Nippes sehr dankbar, dass er sie immer weiterleitet, wenn er sie bekommt.</p>
<p>Freitag, 09.09.11</p>
<p>Heute ist Saritag.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/KG_Kind_02_235.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-657" title="KG_Kind_02_235" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/KG_Kind_02_235-168x300.jpg" alt="" width="168" height="300" /></a>Aber zunächst besuchten wir den <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/KG_Kind_01_233.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-656" title="KG_Kind_01_233" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/KG_Kind_01_233-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kindergarten in Wardha in der Jail Road, die erste Station der Schwestern in Wardha. Ein Adventsbasar des Theresianum mindestens hat hier den Bau unterstützt. Die Kinder hier leben mitten auf der Baustelle. Es werden an die 700 Kinder in Alter vom 3 bis 5 Jahren unterrichtet in Gruppen von 40-50 Kindern, von jeweils zwei Lehrerinnen. Nach dem Blütenregen (vgl. Fotos) gab es ein kleines Reim-Sing-Programm von den Kindergartenkindern, danach besuchten wir drei Klassen der Nursery (Dreijährige). Es tut mir immer in der Seele weh, wenn ich sehe, dass diese winzigen Kinder jeden Tag drei Stunden in der Schule sitzen. Wenn die Kinder singen ist es eher ein Schreien, das bei 400 Stimmen ganz schön auf die Ohren geht, aber die Kleinen haben ihren Spaß dabei, das ist die Hauptsache.<span id="more-643"></span></p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Bluetenregen_02_240.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-654" title="Bluetenregen_02_240" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Bluetenregen_02_240-1024x575.jpg" alt="" width="640" height="359" /></a><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Bluetenregen_01_239.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-653" title="Bluetenregen_01_239" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Bluetenregen_01_239-1024x575.jpg" alt="" width="640" height="359" /></a></p>
<p>Vor dem Mittagessen durfte ich mich ein wenig aufs Ohr legen. Schlafen kann ich immer, ob bei Kinderlärm, Hundegebell, Ventilatorgeräusch, Bau- oder Straßenlärm. Diese „Eigenschaft“ hilft mir hier in Indien sehr.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Jail_Road_Mittagessen_243.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-655" title="Jail_Road_Mittagessen_243" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Jail_Road_Mittagessen_243-575x1024.jpg" alt="" width="575" height="1024" /></a></p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Sewagram_taubstumme_Maedchen-251.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-651" title="Sewagram_taubstumme_Maedchen 251" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Sewagram_taubstumme_Maedchen-251-168x300.jpg" alt="" width="168" height="300" /></a>Als wir am 1. September in Sewagram bei den behinderten Mädchen waren, habe ich eine Kiste Schmuck und einige Hundert Karten für die Weihnachts- und Jahrespost an die Paten bestellt. Dies haben wir am Nachmittag abgeholt. Auch bekam ich zwei Ketten und Armbänder für meinen Sari. Ein Armband wurde in meiner Größe schnell gefertigt. Es gab ein frohes Wiedersehen mit den jungen Frauen, sie nähten an ihren Teilen, wie Taschen, Bordüren, Knopfleisten etc. Auf dem Boden stapelten sich die fertigen Teile, die alle durch eine Naht verbunden waren. Das Zuschneiden geschah durch ein Mädchen, das auf dem Boden saß. Außerdem waren drei oder vier Männer im Raum, die versuchten die Knopflochmaschine zu reparieren. Einerseits ist es ganz ruhig bei den Taubstummen, andererseits versuchen sie sich nicht nur durch flinke Gesten, sondern auch durch Laute zu verständigen. Es war wieder eine wunderbare Stunde und sie waren sehr stolz, als sie sahen, dass ich ihren Schmuck trug. Diesmal habe ich gefilmt und ein paar Fotos gemacht.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Sariladen-03-257.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-667" title="Sariladen 03 257" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Sariladen-03-257-1024x575.jpg" alt="" width="640" height="359" /></a></p>
<p>In Mahsala angekommen, stand Schwester Lavanya bereit, um mir beim Anziehen des Saris zu helfen. Das Ergebnis haben Sie schon gesehen. Alle waren begeistert, als sie mich so sahen. Nach der Messe stürzten sich gleich einige Schwestern lachend auf mich, um alle was ver- oder herausgerutscht war, wieder zurechtzurücken. Der Sari ist durch die aufgestickten Ornamente sehr schwer.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mahsala-Kapelle-255.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-665" title="Mahsala Kapelle 255" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mahsala-Kapelle-255-1024x575.jpg" alt="" width="640" height="359" /></a></p>
<p>Dann wurde wir von Sanjay abgeholt, der uns zum Abendessen eingeladen hatte. Wir trafen seine Frau, die beiden Mädchen und die Großmutter. Begrüßungstrunk und Suppe wurden im Wohnzimmer eingenommen, dann wurden wir ins Esszimmer gebeten, wo es zunächst hieß „Hände waschen“ – wir waren bei einer Hindufamilie.</p>
<p>Nur Sanjay aß mit uns, seine Frau saß neben dem Tisch und sorgte für unser Wohl. Vor dem Heimgehen wurden wir noch mit Geschenken überschüttet, auch einige Päckchen für Familie Karch waren dabei. Beim Weggehen gingen wir ins Untergeschoss und sahen eine voll eingerichtete kleine gynäkologische Klinik mit OP und allem, was dazugehört. Die Nachtschwester hatte eine Frau zu betreuen. Es gab Einzelzimmer und einen Schlafsaal mit etwa sechs Betten.</p>
<p>Nach diesem schönen Abend in einer indischen Familie musste ich meine Koffer packen, damit fiel der Bericht aus und ich müde ins Bett.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mahsala-Waterlilie-01-253.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-666" title="Mahsala Waterlilie 01 253" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Mahsala-Waterlilie-01-253-1024x575.jpg" alt="" width="640" height="359" /></a></p>
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		<title>Post aus Indien &#8211; Donnerstag, Fest Mariä Geburt, 08.09.</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 06:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute war auch wieder ein besonderer Tag. Er begann mit dem Besuch in der Mhasala-Schule auf dem gleichen Grundstück. Die Begrüßungszeremonie mit Trommler- und Pfeiferchor kennen die Leser meiner Berichte schon. Ein besonders anspruchsvolles Theaterstück war das Spiel von der &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=635">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war auch wieder ein besonderer Tag. Er begann mit dem Besuch in der Mhasala-Schule auf dem gleichen Grundstück. Die Begrüßungszeremonie mit Trommler- und Pfeiferchor kennen die Leser meiner Berichte schon. Ein besonders anspruchsvolles Theaterstück war das Spiel von der Rettung der Welt, die alle &#8211; Ärzte, Manager, Priester, Kinder &#8211; schaffen wollten. Am Ende stand die Welt strahlend weiß da, weil alle gemeinsam sich bemühen wollten, sie wieder schön zu machen und nicht mehr auszubeuten. In meiner „message“ nahm ich Bezug darauf. Die beiden Moderatoren aus der 8. Klasse waren so charmant und lebendig, dass es Freude machte, Ihnen zuzuhören. Auch wenn ich Begrüßung und Programm jetzt häufig erlebt habe, so rührt es mich immer mehr an.<span id="more-635"></span></p>
<p>Anschließend durfte ich in die 8. Klasse gehen. Als die Schüler aufgefordert wurden, mir Fragen zu stellen, stand einer auf und sagte schlicht: „Tell us about Germany“. Das habe ich dann getan, bis ich ins Schulleiterinbüro gerufen wurde, wo es eine Stärkung gab – und ein wunderschönes Geschenk: einen smaragdgrünen Sari.</p>
<p>Nach der Rückkehr wurde Maß genommen für die Bluse, eine Schwester wurde von der Schule dafür freigestellt. Aber es stellte sich heraus, dass der Stoff bei meiner Größe nicht ausreichte. So fuhren wir in die Stadt, zunächst zum Friseur, denn es gab weit und breit keinen Haartrockner. Ich wurde in den 1. Stock über eine eiserne Außentreppe geleitet und kam auf eine große überdachte Terrasse. Dort stand die Haarwaschvorrichtung. In kühler Zugluft wurde mit kaltem Wasser vorgewaschen, bei der letzten Wäsche war das Wasser dann warm. Ein kleiner Haartrockner und eine noch kleinere Plastikbürste in einem Wellnessraum nebenan schafften den Rest. Und was kostete das? Bitte festhalten! Umgerechnet 1,50 €.</p>
<p>Danach gingen wir in ein Stoffgeschäft mit Hunderten von Stoffen und Saris, alles zu unglaublich niedrigen Preisen – für uns. Schließlich erstand ich für 5 € noch eine kleine Umhängetasche, weil der Rucksack zu groß ist. Stoff und Garn für meine Bluse erstanden wir hier auch. Als wir zurückkamen, stellte sich heraus, dass wir den Unterrock für den Sari vergessen hatten, den besorgte dann eine Schwester. Morgen Abend zur Messe und zu einem Besuch werde ich den Sari anziehen.<a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Sari_zwei.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-641" title="Sari_zwei" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Sari_zwei-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a></p>
<p>Mittagessen und Mittagruhe stärkten uns für den Abend. Zur Feier des Tages gab es in der Pfarrkirche eine Festmesse mit zehn Priestern in Mahrati, die zwei Stunden dauerte. Die Kirche war so voll, dass es keinen Sitzplatz auf dem Boden mehr gab. Mütter mit kleinen Kindern hatten meistens die Großmutter dabei, die immer einmal aus ihrer Handtasche eine kleine Süßigkeit oder ein Getränk für die Kleinen zauberte. Der Gesang war begeistert laut und sehr rhythmisch, verstehen konnte ich nichts, aber die Begeisterung der Menschen konnte ich mitfühlen.</p>
<p>Nach der Messe gab es eine Prozession um die Kirche mit der Marienstatue. Am Anfang der Prozession erkannte Sr. Veena am Straßenrand Sanjay, mit dem wir uns verabredet hatten. Einen Teil gingen er und seine Frau mit, dann stahlen wir uns davon und setzten uns auf den Kirchhof. Sanjay war 1988 für drei Monate in Mainz am Theresianum und wohnte bei Familie Karch in Ginsheim. So gab es viel zu erzählen, er ist Kinderarzt und seine Frau Gynäkologin – beide arbeiten im gleichen Krankenhaus und wohnen auf dem Gelände dort. Der Abend schloss mit einer Einladung zum Abendessen morgen Abend. Bei der Gelegenheit werde ich dann meinen neuen Sari anziehen.</p>
<p>Endlich konnte ich auch meine Fotos vom Handy laden, so dass ich wieder welche schicken kann.</p>
<p>Viele liebe Grüße an Euch und Sie alle<br />
Susanne Heinrigs</p>
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		<title>Post aus Indien &#8211; Mittwoch, der 7. September 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 17:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Fr. Heinrigs Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich die ersten Fotos abgeschickt, die hier angesehen werden können. Die vielen Fotos aus dem Handy kann ich leider nicht schicken, weil mir das Kabel zum Übertragen fehlt. Mit Bluetooth habe ich es nicht geschafft. Auch die Filmaufnahmen &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=609">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich die ersten Fotos abgeschickt, die hier angesehen werden können. Die vielen Fotos aus dem Handy kann ich leider nicht schicken, weil mir das Kabel zum Übertragen fehlt. Mit Bluetooth habe ich es nicht geschafft. Auch die Filmaufnahmen kann ich nicht ins Netz stellen. Filmbearbeitung muss ich als nächstes lernen. <span id="more-609"></span></p>
<p>Der Tag begann noch in Hinganghat. Ich lernte zuerst einige Jungen aus dem Boarding am Ort kennen, Fortsetzung von gestern, danach führte ich im Büro von Sr. Rupa Einzelgespräche mit den zehn Kindern der St. John’s Highschool, die von uns unterstützt werden, was ich ihnen aber nicht verraten durfte, weil die Schulleiterin Probleme befürchtet. Auch so fanden wir Themen, über die wir uns in Englisch unterhalten konnten. Sr. Roshni und Sr. Rupa sprangen als Dolmetscherinnen ein, wenn es mit der englischen Sprache nicht klappte. Manche Kinder lernen erst seit zwei Jahren Englisch in der Schule, und zuhause haben sie keine Unterstützung, so dass auch die Hausaufgabenhilfe nach dem Unterricht für viele Kinder unabdingbar ist.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Kindergarten.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-625" title="Allipur_Kindergarten" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Kindergarten-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Nach einem kleinen Snack vor dem PC – leider ohne Erfolg – stiegen wir wieder in unseren Jeep. Über Feldwege und kleine Straßen fuhren wir eine Stunde nach Allipur, einem Dorf, in dem die Schwestern die ersten 25 Jahre gelebt haben. Heute steht hier ein neuer Kindergarten, der mit Unterstützung von u.a. einem Adventsbasar des Theresianum erbaut worden ist (2007 bis 2008). In den Rohbau der Grundschule, der im Oktober 2010 begonnen wurde, kletterten wir auch. Das Erdgeschoss soll Ende 2012 fertig sein, später werden zwei Stockwerke darauf gesetzt. Auch hier hat ein Adventsbasar geholfen.<a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Neubau_Grundschule-e1315504889430.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-626" title="Allipur_Neubau_Grundschule" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Neubau_Grundschule-e1315504889430-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Zur Begrüßung saßen die Drei- bis Achtjährigen auf dem Schotterboden und waren sehr diszipliniert. Ein Achtjähriger begrüßte uns und moderierte auswendig in makellosem Englisch. Bei den Tänzen und Liedern gab es Bekanntes, z.B. das Spiritual „We shall overcome“ und „Teddybär, dreh dich um…!“. Mein Wort an die Kinder wurde aus Marathi in Englisch übersetzt, Sr. Veena hat es da immer leichter, weil sie Mahrathi spricht.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Grundschulklasse.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-623" title="Allipur_Grundschulklasse" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Grundschulklasse-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Die Dreijährigen haben bis 11 Uhr Schule –samstags frei, dann werden sie in Autos abgeholt. Das Auto wird vollgestopft, bis kein Platz mehr ist, dann kommt das nächste dran. Zuletzt schützen Gitter die Kinder davor, aus dem Auto zu fallen.</p>
<p>Die Kindergartenkinder haben von 8 bis 14 Uhr Schule und dann Hausaufgabenhilfe bis 17 Uhr, dies gilt auch für die Grundschüler. So ein langer Tag für so kleine Kinder, und sie lernen schon viele Fächer.</p>
<p>Die Stunde Mittagpause tat mir wieder gut, denn langsam merke ich die Anstrengungen der letzten Tage. Nach dem Kaffee bzw. Tee haben wir dieses wunderschöne helle Haus wieder verlassen.<a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Pausenbrote.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-627" title="Allipur_Pausenbrote" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Pausenbrote-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a></p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Grundschulklasse_2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-624" title="Allipur_Grundschulklasse_(2)" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Grundschulklasse_2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Begrüßen, Kennen lernen und Abschiednehmen, das ist der Rhythmus der Tage. Ich habe eine Kladde dabei, in die die Johannesschwestern ihre Namen und Aufgaben schreiben und ein Foto einkleben, damit ich bei der Nachbereitung die Orientierung nicht verliere. Aber auch viele andere Notizen stehen in der Kladde zu Patenkindern etc. Gestern Abend wurde ich zum zweiten Mal aufgefordert, in ein Gästebuch zu schreiben. Diese Entwürfe stehen auch in meiner Kladde, denn es wird von mir alles in Englisch erwartet.<a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Taxis_voll_mit_Kindern.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-628" title="Allipur_Taxis_voll_mit_Kindern" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/Allipur_Taxis_voll_mit_Kindern-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Auf einer etwas besseren Landstraße fuhren wir nach Wardha zurück, das wir am Samstag verlassen hatten. Hier fand ich meine frisch gewaschene und gebügelte Wäsche vor. Das große Programm ist beendet, jetzt soll es etwas ruhiger werden.</p>
<p>Um 18.30 Uhr war Abendmesse, und danach hatte ich frei. Heute beende ich meinen Bericht deshalb bereits um 22 Uhr. Er ist auch nicht so lang geworden. Es freut mich, dass meine Berichte so gut ankommen. Viele Mails bestätigen mir das. Herzlichen Dank dafür.</p>
<p>Viele schwüle Grüße aus dem grauen Indien – die Sonne scheint fast nie. Dafür regnet es heute Abend.</p>
<p>Susanne Heinrigs</p>
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		<title>Post aus Indien &#8211; Dienstag, 6. September</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 17:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fr. Heinrigs Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, 6. September. Hier sitze ich in meinem Zimmer unter einem rauschenden Ventilator. Alle Räume und Kirchen werden so gekühlt. Der gestrige Tag beinhaltete wieder viele Autostunden zurück aus dem Urwald. Mehr Schlaglöcher als Straße galt es zu überwinden. Nach &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=575">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dienstag, 6. September.</p>
<p>Hier sitze ich in meinem Zimmer unter einem rauschenden Ventilator. Alle Räume und Kirchen werden so gekühlt.</p>
<p>Der gestrige Tag beinhaltete wieder viele Autostunden zurück aus dem Urwald. Mehr Schlaglöcher als Straße galt es zu überwinden.<a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Tänzerin-zwei.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-622" title="St Johns Tänzerin zwei" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Tänzerin-zwei-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><span id="more-575"></span></p>
<p>Nach etwa zwei Stunden war unser erstes Ziel das Haus der Koblenzer Heilig Geist-Schwestern. Nach Stärkung und kurzem Austausch ging es weiter zu den Patenkindern aus Kala Bhavan in Balarsha. Sie bekommen eine besondere Ausbildung in Gesang und Tanz und verstanden mein Englisch ohne Dolmetscher. Schon heute gehen sie in ihre Dörfer und geben ihr Gelerntes dort weiter. Bisher waren sie in einem Winkel des Bischofshauses untergebracht, jetzt werden sie in einem neuen Schwesternhaus beherbergt und dann bekommen sie ein neues Haus, dessen Baustelle wir besichtigen.</p>
<p>Unser nächster Besuch galt Bischof Anand von Chanda, den ich von mehreren Mainzbesuchen kenne. Zur Begrüßung bekamen wir alle eine kleine Rose vom Bischof überreicht. Zunächst mussten sich alle etwa zehn Mittagsgäste kurz vorstellen, dann wurde gebetet und gegessen.</p>
<p>Nach dem Essen kamen aus der Mittagessensrunde drei weitere Patres aus weit entfernten Urwaldschulen zu einem Gespräch mit mir, die um Hilfe baten. Danach hatte ich irgendwie das Gefühl, die Last der vielen neuen Kinder nicht mehr tragen zu können. Zwei weitere Priester berichteten aus den Internatsschulen, die wir schon unterstützen.</p>
<p>Eine kleine Mittagruhe (15 Min.) im Bischofshaus durfte ich mir genehmigen in einem dafür hergerichteten Raum.</p>
<p>Der Höhepunkt des Tages war für mich der außerplanmäßige Besuch in einem Priesterseminar in der Nähe. Der 33jährige Direktor begrüßte uns, dann war ich wieder an der Reihe, zu den jungen Männern zu sprechen. Ich musste mir schnell eine kleine angemessene Rede einfallen lassen und wie immer in Englisch vortragen. Das besondere an diesem Besuch war, dass acht der jungen Männer und der Direktor und ein Mitbruder ehemalige von uns unterstützte Patenkinder waren. Wir machten Fotos, die ein Pater gleich ausdruckte und mir mitgab, die Paten werden staunen. Dann zeigten mir die jungen Männer stolz ihre Bibliothek und Unterrichtsräume.</p>
<p>Auch hier wurde schnell eine Teemahlzeit gezaubert und danach sahen wir uns das Betonmodell vom Heiligen Land an, das zum 50. Jubiläum dieses jungen Bistums im Garten als Reliefbild gebaut worden war. Es dient den Seminaristen als Anschauungsmaterial. Ein etwas zerbrechlich wirkender Pater spielte Basketball mit den jungen Leuten. Hier in Indien gehen die Jungen nach der 10. Klasse ins Seminar, so dass 16/17-Jährige zusammen mit 25-Jährigen studieren. Was mich besonders bewegt hat war, dass wir nicht nur Kindern und Jugendlichen eine Chance geben mit unserem Patenprogramm, sondern auch den Priesternachwuchs fördern.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Tänzerin-eins.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-621" title="St Johns Tänzerin eins" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Tänzerin-eins-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Vom Seminar aus fuhren wir zum Bischof zurück. In seinem Zimmer saß er hinter einem Schreibtisch voller Papiere, dahinter wehte ein Vorhang, der sein Bett verbarg. Alle Fenster gingen zu der lauten Durchgangsstraße hinaus, so dass er Tag und Nacht in diesem Lärm lebt. Kein Telefon klingelte in der Stunde. Er erzählte uns begeistert von seinem 50-jährigen Bistumsjubiläum und seinen Visionen, predigte uns ferner von diesem und jenem. Eine Stunde saßen Schwester Veena und ich bei ihm, die anderen Schwestern und der Fahrer mussten draußen warten. Zwischendurch gab er uns etwas aus einem Glas, das er aus seinem Schreibtisch hervorholte, nicht bitter, nicht süß. Wir kauten bis abends darauf.</p>
<p>Nun lagen noch vier Autostunden vor uns von Balarsha bis Hinganghat. Unterwegs kaufte Sr. Veena ein Getränk und Chips für uns, und unser Fahrer tankte den Wagen auf. Über die nächtliche Fahrt habe ich an anderer Stelle schon berichtet, manchmal mache ich einfach die Augen zu und versuche von einem tiefen Schlagloch zum anderen zu schlafen.</p>
<p>In Hinganghat wurden wir von zehn Schwestern und zwei Kandidatinnen begrüßt. Hier traf ich auch Sr. Manisha wieder, die sich rührend um mich kümmerte. Nach 21 Uhr gab es Abendessen für uns und dann war es wieder Mitternacht, weil ich noch meinen Urwaldbericht schrieb.</p>
<p>Für heute morgen hatte mir Sr. Veena „verordnet“, dass ich erst um 8.30 Uhr zum Frühstück und nicht schon um 6.30 Uhr in die Messe komme. Mit Blick auf einen erneut anstrengenden Tag machte ich Gebrauch von diesem Angebot.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Mother-India.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-616" title="St Johns Mother India" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Mother-India-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf dem riesigen Gelände der St. John’s School spielte sich der ganze Vormittag ab. Diese Schule ist die erste, die zwischen 1975 und 1985 vom Theresianum durch die Adventsbasare unterstützt worden war. Ein Trommler- und Pfeiferchor – nur Mädchen – holte uns ab und brachte uns mit Marschmusik zum Platz des Geschehens, auf den Schulhof, wo alle rund 1200 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern versammelt waren (Grundschule bis 12.Klasse). Dann erfolgte die Begrüßungszeremonie: Jeder Gast bekommt einen roten Punkt auf die Stirn, manchmal mit Reiskörnern versehen, anschließend gibt es einen Blumenkranz um den Hals. Dann folgt die Begrüßung durch die jeweilige Schulleiterin, in deren Verlauf wir ein Blumengesteck bekommen. Das Programm wird von Schülerinnen und Schülern in gutem Englisch moderiert. Nach bunten und lebendi<a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Sr-Manisha-zwei.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-620" title="St Johns Sr Manisha zwei" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Sr-Manisha-zwei-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>gen Tanzdarbietungen sangen a l l e Schülerinnen und Schüler ein Lied, was mich sehr beeindruckte, fast anrührte. Dann werde ich &#8211; wie immer &#8211; zu einem Wort an die Schulgemeinschaft aufgerufen. Danach bekomme ich heftigen Beifall. Auch Sr. Veena wird immer gebeten, zu der Schulgemeinschaft zu sprechen. Sie nutzte den heutigen Teacher’s Day, um sich an das Kollegium zu wenden und den Lehrern für ihren Einsatz zu danken.</p>
<p>An diesem Tag danken die Schüler ihren Lehrern, das könnten wir wenigstens am Theresianum einführen &#8211; als Import aus Indien.</p>
<p>Schließlich wurden wir in das Schulhaus gebeten, um eine Ausstellung von Schülerarbeiten zu eröffnen. Ich stand zum erstenmal im Leben vor einem rosa Band und bekam auf einem Teller eine große Schere angereicht, um das Band durchzuschneiden. Nach einem kurzen Blick in die Ausstellung gab es im Büro der Schulleiterin einen Kaffee oder Wasser und ein Geschenk, dann eilten wir wieder nach draußen auf das Nachbargelände. Dort erwarteten uns 2-300 Kindergartenkinder zwischen drei und fünf Jahren, die uns mit ihren Vorführungen erfreuten. Zwischendurch wurde einer Helferin für 25 Jahre treue Dienste gedankt, die durch ihre Bescheidenheit beeindruckte. Zum Abschluss sang der Lehrerinnenchor.</p>
<p>Damit war der Vormittag noch lange nicht zuende. Auf eigenen Wunsch schaute ich bei Sr. Manisha im Englischunterricht vorbei und staunte, wie flüssig sich die Schülerinnen nach sieben Jahren Unterricht äußerten.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Sr-Manisha-eins.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-619" title="St Johns Sr Manisha eins" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Sr-Manisha-eins-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Im Büro der Schulleiterin der CBS (Erklärung folgt) gab es eine kleine Stärkung im Stehen und ein Geschenk. Dann waren auf dem Hof etwa 500 Schülerinnen und Schüler versammelt. Neben Begrüßungsritual und Ansprachen sahen wir ein besonders anspruchsvolles und rhythmisches Programm.</p>
<p>Im Hintergrund war für die Kindergartenkinder um 11 Uhr Schulschluss, sie wurden von ihren Rikschafahrern abgeholt und zu den Wagen gebracht, während in ihr Gebäude etwa 200 Schüler der CBS zum Unterricht einzogen, der bis 17.15 Uhr geht.<br />
Nach der letzten Vorführung gab es noch ein Gruppenfoto mit den Lehrern.</p>
<p>Bevor wir weggingen, sahen wir die 200 CBS-Schüler aufgereiht, um einem Mitschüler zu seinem Erfolg im Schach zu gratulieren. Wir schlossen uns der Gratulation an. Der Junge erzählte seinen Eltern von Sr. Veenas Besuch, und so kam unsere Nachmittagseinladung zustande.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Schüler-eins.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-617" title="St Johns Schüler eins" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Schüler-eins-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Heute hatte ich mir vorgenommen, die Vorführungen mit der Filmkamera aufzunehmen statt mit Fotoapparat und Handy, aber leider war der Akku nach 15 Min. schon leer. Am Nachmittag habe ich den Camcorder gleich an den Strom gehängt. Um Ihnen Fotos mitzuschicken, dafür reicht meine Zeit leider nicht.</p>
<p>Nach der Mittagruhe gingen wir zu der Boardingschool Jevan Jyoti, die auch auf dem Gelände liegt, und trafen dort vier Patenkinder an, die anderen waren noch in der Schule.</p>
<p>In einem anderen Haus (&#8220;Hostel&#8221;) begrüßten uns Kinder, die zu einem neuen Projekt des Bischofs gehören, es sind katholische Kinder aus den umliegenden Dörfern, die hier unterrichtet werden und Schulen besuchen. Eine der Schwestern kümmert sich um sie. Ebenso um die großen Mädchen, die einige Monate kommen, um nähen zu lernen. Dies glt auch für die beiden Kandidatinnen, die zur Zeit hier im Konvent leben.</p>
<p>Riesige Felder, eine Kuh, Manchmal Enten und Hühner und viele Pflanzen sind zu versorgen. Dafür und für das Kochen für die Kinder und Schwestern wohnen immer Familien oder einzelne Personen in kleinen Häusern auf dem Gelände. Auch der jeweilige Chauffeur mit seiner Familie gehört zum Personal. Er ist auch für Garten- und Handwerksarbeiten sowie das Vieh verantwortlich.</p>
<p><a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Schüler-zwei.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-618" title="St Johns Schüler zwei" src="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/wp-content/uploads/2011/09/St-Johns-Schüler-zwei-1024x768.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a>Am Nachmittag besuchten wir in der Stadt zwei sehr wohlhabende Familien und wurden mit leckeren Spezialitäten verwöhnt. Es waren zwei Jain-Großfamilien, die strenge Vegetarier sind, nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. Die jungen Männer waren ehemalige Schüler der St. John’s School und von Sr. Veena. In einem Haus leben drei bis vier Generationen zusammen. Auch ein Gebetsraum gehört dazu.</p>
<p>Jetzt ist es 22.50 Uhr, und ich bin froh, dass ich mit meinen Berichten auf dem Stand bin.</p>
<p>Herzliche Grüße an alle. Bisher habe ich alle Strapazen gut überstanden und hoffe, dass es so bleibt.</p>
<p>Susanne Heinrigs</p>
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		<title>Post aus Indien &#8211; Fahrt in den Urwald vom 3. bis 5. September 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 19:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Fr. Heinrigs Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freunde und Bekannte, leider konnte ich gestern in einem Boarding und in einer Schule keine Mails verschicken, auch Telefonieren war hier nicht möglich, weil es nur einen Anbieter gibt in diesem Bereich, und den haben wir nicht. Jetzt ist &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=572">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freunde und Bekannte,</p>
<p>leider konnte ich gestern in einem Boarding und in einer Schule keine Mails verschicken, auch Telefonieren war hier nicht möglich, weil es nur einen Anbieter gibt in diesem Bereich, und den haben wir nicht.</p>
<p>Jetzt ist Sonntag, 22 Uhr, ich bin in Kopreli im Zimmer, das mir eine Schwester für zwei Tage überlassen hat. Die Fahrt hierher hat mit Unterbrechungen am Freitag von morgens 9 Uhr bis abends 19 Uhr gedauert. Die Zahl der Schlaglöcher und Bodenwellen sind unzählbar. Manchmal weiß unser Fahrer Jeevan nicht, wohin er den Jeep lenken soll. An manchen Stellen werden die Löcher mit Lehm oder Steinen gefüllt. Einige Gruppen von Männern UND Frauen haben wir nur mit einer Schaufel über der Schulter auf dem Weg zur Arbeit gesehen. Was mich sehr überrascht hat, dass mein Magen das alles ohne Probleme überstanden hat, das habe ich ihm nicht zugetraut. Denn vor dieser langen Fahrt hatte ich schon meine Bedenken. Vielleicht liegt es daran, dass ich neben dem Fahrer sitzen darf und jedes Schlagloch kommen sehe. Der letzte Teil der Fahrt durch den Dschungel fand bei Dunkelheit statt. LKWs fahren immer zu zweit. Und in der Dunkelheit ist es fast abenteuerlich zu fahren. Radfahrer ohne Licht sieht man nicht, Kühe und Ziegen auf der Straße erst spät, auch Menschen ahnt man nur, Busse und LKWs brauchen mehr als die halbe Straße und haben meist keine oder nur schwache Beleuchtung&#8230;</p>
<p><span id="more-572"></span>Im Laufe der Fahrt haben wir in der Boarding School in dem Dorf Warur bei den Heilig Geist Schwestern von Koblenz (Marienhof-Krankenhaus), das vom Bischof verwaltet wird, Halt gemacht und zu Mittag gegessen. Hier habe ich die erste indische Toilette erlebt.</p>
<p>Es ist kaum zu glauben, in welcher Einfachheit die Schwestern hier leben, was fast im Gegensatz zu den schönen gelben Saris steht, die sie tragen. Den Kindern sieht man an, dass sie unsere Hilfe dringend benötigen, um einmal besser zu leben als ihre Eltern, wenn sie noch welche haben. Manchmal müssen Onkel, Tante oder Großeltern sie großziehen. Um die Kinder ein wenig locker zu machen, sie waren natürlich sehr aufgeregt, haben wir einen kleinen Staffellauf veranstaltet – als Staffelholz diente ein Suppenlöffel – was allen viel Spaß gemacht hat. Ich bin immer froh, wenn ich den Schwestern ein paar Rupis für die Kinder hinterlassen kann.</p>
<p>An diesem Tag stand auch ein Besuch im Borading Aksapur auf dem Programm, ein Gruppenfoto erinnert daran.</p>
<p>Als wir am Abend in Kopreli ankamen, standen alle rund 60 Kinder aufgereiht da, um uns ihr Begrüßungsprogramm vorzuführen. Da wir einerseits alle ziemlich erschöpft waren,</p>
<p>andererseits die Kinder nicht enttäuschen wollten und unser Programm keine Lücke aufwies, einigten wir uns darauf, dass wir alle zunächst zu Abend essen und ein paar neue Kräfte sammeln. Die erste Mücke stach mich schon, als wir ankamen, aber dabei blieb es, obwohl wir zur Vorführung draußen saßen. Der weiße Hund (Spitz) des Boardings darf überall herumlaufen, ob in der Kirche oder im Haus, er machte sich an diesem Abend etwas unbeliebt, weil er das Programm mit lautem Bellen störte, vielleicht war er eifersüchtig…</p>
<p>Es war wieder ein wunderbares Musik- und Tanzprogramm, das die Schwestern eingeübt hatten.</p>
<p>Die Jungen und Mädchen wohnen in getrennten Häusern. Ihre Räume haben kein Mobiliar. Zum Schlafen werden Matten auf den Boden gelegt, und jedes Kind hat eine große Metallkiste für seine Habseligkeiten und Kleider. Essen und Hausaufgabenmachen, alles geschieht auf dem Boden. Gekocht wird an einem offenen Feuer in großen Töpfen. Das Geschirr und die Becher der Kinder sind aus Aluminium (?), jedenfall Metall.</p>
<p>Heute, Sonntagmorgen, hörte ich, wie vor meiner Tür der Gang gefegt wurde, das geschieht mit einem Reisigbesen. Vor und nach der Messe standen die Mädchen draußen an einer Wasserstelle und wuschen ihre Kleider. Zum Trocknen hing dann alles auf Wäscheleinen.</p>
<p>Vor der Messe waren die Patenkinder in der Kapelle versammelt, um von mir zu hören. Ich spreche dann immer Englisch und eine Schwester oder ein Pater übersetzt in Marathi.</p>
<p>Die Messe heute war in Marathi, der Priester wurde immer wieder durch Gesänge und Responsorien unterbrochen. Nach der Messe zogen die Kinder geschlossen zur Muttergottesgrotte und beteten dort. Danach ließ der hiesige Pater die Kinder noch einmal meinen Vornamen laut sagen, damit sie ihn sich einprägen.</p>
<p>Um 11 Uhr kamen Pater und Schwester aus Chamorshi mit den 12 Patenkindern im Jeep. Da wir nicht dorthin kamen, hatten sie sich entschlossen, mich so zu treffen.</p>
<p>Bevor wir zu dem Boarding Gomini fuhren, machten wir in einem Dorf Halt, das die Schwestern mit aufgebaut haben. Was wir hier erlebt haben, erzähle ich morgen oder zeige den Film davon.</p>
<p>Der Ablauf in Gomini war ähnlich wie in Kopreli. Auch hier leben drei Johannesschwestern mit einer Kandidatin, um sich um die Kinder zu kümmern, zu unterrichten, auf einer Krankenstation und bei Familien zu arbeiten.</p>
<p>Zum Kaffee kamen Patres aus vier Boardingschulen, um mit mir zu sprechen, zwei von ihnen kenne ich schon durch den Briefverkehr. Sie kamen aus Ettapalli und Maria Rani Gatta, die zwei anderen überreichten mir ihre Unterlagen und baten um Hilfe für ihre Internatsschulen, die wir bisher nicht unterstützen. Ich weiß nicht, woher ich die Paten in Deutschland zaubern soll, um überall zu helfen, denn auf meiner Warteliste stehen auch etwa 90 Kinder…</p>
<p>Nach dem Gespräch mit den Patres hielt ich meinen dritten Vortrag an diesem Tag, diesmal für alle Kinder von Gomini. Danach bekam ich ein Zimmer, in dem ich mich anderthalb Stunden ausruhen durfte.</p>
<p>Morgen fahren wir früh los den Weg zurück nach Wardha. Zunächst zu Bischof Anand in Chandrapur und gegen Abend sollen wir dann in Hinganghat ankommen. Ich hoffe, Euch und Ihnen diesen Bericht dann mailen zu können.</p>
<p>Herzliche Grüße, mir geht es sehr gut.</p>
<p>Susanne Heinrigs</p>
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		<title>Post aus Indien &#8211; Freitag, 2. September 2011</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 17:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanne Heinrigs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Fr. Heinrigs Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen Dank für die Antwortmails, über die ich mich sehr gefreut habe. Heute Morgen ging es bald nach der Messe in die Mhasala School neben unserem Haus. Auf dem Schulhof saßen Schülerinnen und Schüler zum Teil mit Musikinstrumenten und übten &#8230; <a href="http://wordpress.wir-fuer-kinder-in-not.org/?p=565">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für die Antwortmails, über die ich mich sehr gefreut habe.</p>
<p>Heute Morgen ging es bald nach der Messe in die Mhasala School neben unserem Haus. Auf dem Schulhof saßen Schülerinnen und Schüler zum Teil mit Musikinstrumenten und übten für den „Teacher’s Day“. Wir folgten Franziska Haag, die uns das Lied „He holds the whole world in his hands“ mit Bewegungen vorsingen ließ von den Winzlingen des Vorkindergartens. Dann unterstützten wir sie bei ihrem Abschied von den Kindern, denn am Montag sind ihre drei Monate hier um.</p>
<p><span id="more-565"></span>Unser nächstes Ziel war die große Schule in Wardha-Pipri, einem Vorort unseres Wohnortes. In der Agragami School der Johannesschwestern werden Schüler vom Kindergarten bis zur 10. Klasse unterrichtet. Alle waren auf dem Schulhof und den Balkonen versammelt. Zunächst wurden wir in einer Prozession von tanzenden Schülerinnen zur Begrüßungszeremonie gebracht. Eine gemischte Schülergruppe unter dem Kommando einer Schülerin spielte den Begrüßungsmarsch. Und dann begann ein wunderbares Programm. Unter anderem wurde uns in Musik und Tanz das Land Indien „our God’s own country“ präsentiert. Das kann ich anhand einiger Fotos dann einmal genauer erzählen. Nach dem Programm der Schüler erfolgten die Ansprachen. Diesmal hatte ich mir ein paar Notizen gemacht. Nach dem Programm auf dem Schulhof luden uns die Lehrerinnen und Lehrer zu einer kleinen Mahlzeit ein. Für Sr. Veena, die Leiterin dieser Schule gewesen war, war es besonders schön, ehemalige Lehrerinnen und Lehrer zu treffen.</p>
<p>Danach schauten wir uns die Bibliothek an, die wie viele Teile der Schule mit Unterstützung des Theresianum eingerichtet wurde. Besonders gespannt war ich auf die Begegnung mit den Patenkindern, die durch uns unterstützt werden. Ich machte Fotos von ihnen und wir ließen sie für Ihre Paten in Deutschland kleine Grußworte schreiben.</p>
<p>Am Schluss stand die Begegnung mit den Schwestern beim Mittagessen im Konvent. Katja Schulze, die an dieser Schule mitarbeitet, hatte für den Nachtisch einen Kuchen gebacken. Es war schön zu beobachten, wie sie sich eingelebt hat und von den Schwestern sehr geschätzt wird. Der Novizin Ursula bringt sie Englisch bei.</p>
<p>In unserer Herberge durften wir uns eine Stunde ausruhen. Dann standen zwei Priesterseminare am Ort auf unserem Programm. Einige Patres kannte ich schon von den Gottesdiensten hier im Haus, weil sie anschließend immer zum Frühstück oder Abendessen bleiben.</p>
<p>Beide Seminare, sowohl das der Karmeliten als auch das der Klaretiner beherbergen 70-80 Priesteramtskandidaten, die dort leben, arbeiten und studieren. Beide Einrichtungen verfügen über 12-14 ha Grundstücke, auf denen die jungen Männer arbeiten. Die kirchlichen Einrichtungen und Schulen sind hier am besten aufgestellt und haben die schönsten und gepflegtesten Gebäude und Gärten. Es gibt sie nicht länger als 50 Jahre am Ort Wardha im Bistum Chanda. Immer gibt es Tee und Kuchen oder andere Süßigkeiten für die Gäste.</p>
<p>Auf dem Rückweg haben wir noch einen kleinen Einkauf in einem Stoffgeschäft gemacht. Auch habe ich heute das erste Geld gewechselt bekommen, so dass ich jetzt auch selbst bezahlen kann, was Sr. Veena bisher für mich getan hat.</p>
<p>Jetzt bin ich wieder sehr müde. Und morgen geht es in den Urwald, d.h. sechs Stunden Autofahrt. Alle Brücken scheinen heil zu sein. Heute Abend muss ich also für die nächsten drei Tage ein paar Sachen zusammenpacken.</p>
<p>Ihr und Sie werden jetzt 2-3 Tage nichts von mir hören, weil es dort kein Internet gibt. Herzliche Grüße, es geht mir sehr gut.</p>
<p>Susanne Heinrigs</p>
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